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Das Jüchener Gemeindewappen geht auf ein Siegel aus dem Jahre 1303 zurück. In der zeitlichen Entwicklung unterscheidet man nach den ältesten, leicht zu zeichnenden Heroldstücken der Ritterzeit mehrere Stufen immer reicherer Bildformen. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die Bilder für die Siegel auch geschnitten werden mußten. So begann man mit möglichst einfachen Formen und setzte etwa die Kirche selbst ins Spiegelbild, wofür Jüchen ein schönes Beispiel bietet. Das Kreuz gilt als Symbol des christlichen Abendlandes. Der Löwe ist das Wappentier der Grafen und späteren Herzöge von Jülich.Wo er auftaucht, waren vor 1803 jülichsche Rechte wirksam. Eine gesicherte Erklärung für die Zugaben Mond und Stern gibt es derzeit nicht. Sie finden sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts häufiger in Siegeln und Wappen, so z. B. von Kempen und Titz, doch ist fraglich, ob deren Deutung ohne weiteres auf Jüchen übertragbar ist. Möglicherweise kamen diese Symbole durch die Kreuzzüge aus dem Orient in unsere Heimat. Der Bezug zu Jüchen ist jedenfalls unklar. Das an einer Urkunde vom 8. September 1303 im preußischen Staatsarchiv zu Düsseldorf (Urkunde Nr. 18, Saarn, Cistercienserinnen) hängende Siegel von Jüchen zeigt im runden Siegelfelde vorne, überhöht von einem nach außen offenen Halbmonde, den Schild von Jülich als denjenigen der Grundherren, hinten, überhöht von einem 6strahligen Stern, eine gotische Kirche mit je einem Kreuz auf Turm und Chor. Die Farben von Jülich sind bekannt: in Gelb ein schwarzer Löwe mit roter Zunge. Dazu passend wurde als Farbe des Schildes von Jüchen blau gewählt, worin dann über einer weißen Kirche mit schwarzer Tür und gleichen Fenstern, gelbe Gestirne leuchten. Nach der kommunalen Neugliederung wurde mit dem Namen Jüchen auch das Wappen fortgeführt. Eine modernere Beschreibung von Rolf Nagel aus dem Jahre 1978 lautet: In Blau eine silberne Kirche in Seitenansicht, links ein goldener Schild mit einem rotbezungten schwarzen Löwen; oben vorne ein zunehmender goldener Mond, hinten ein sechsstrahliger goldener Stern.
Quelle: 1880-2005 – Festbuch des BSHV-Jüchen zum 125 jähigen Jubiläum – Verfasser : Wolfgang Pagenstecher Wiederverwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des BSHV-Jüchen gestattet.
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