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Im Spätsommer 1988 fanden sich sechs Schulkameraden auf der Kasterstraße im sogenannten ”Backes” zusammen, um einen Schützenzug zu gründen. Durch ein mitgebrachtes Uniformbuch wurde schnell klar, daß man die Uniform der Preußischen Infanterie tragen wolle. Der Zugname sollte natürlich auch zur Uniform passen und was lag näher, als sich ”Infanteriezug Kaiser Wilhelm I” zu nennen. Die damaligen Gründungsmitglieder waren Jörg Zitzen, Thomas Hagelkreutz, Michael Nohr, Sascha Mostert, Jörg Voigt und Jens Printzen. In den Wirren der ersten Wochen und Monate passierte es dann leider, dass das Gründungprotokoll der ersten Versammlung verlorenging! In den folgenden Jahren wurde der Zug noch durch Volker Wirtz, John Hell, Lars Voigt, Armin Küppers, Christian Küsters und Klaus Esser verstärkt. Die Freundschaft und Kameradschaft untereinander wurde und wird grundsätzlich groß geschrieben, so daß auch außerhalb der monatlichen Versammlungen viele Aktivitäten gemeinsam unternommen werden. Der jährliche Zugausflug ist hierbei, neben dem Schützenfest und dem Zugkönigschießen, einer der wichtigsten Termine. Dieser Ausflug ist meist mehrtägig und führt immer zu unterschiedlichen Zielen. So wurde in der Anfangszeit eine 14-tägige Wanderung durch die Eifel unternommen, hin und wieder ein Ferienpark angesteuert oder auch nach Prag gefahren. Im Jahre 2000 besuchte der Infanteriezug das Oktoberfest in München und konnte dort Freundschaft mit einem Bewohner des Freistaates Bayern schließen. Damit dieser neue Freund, dessen Name übrigens Oliver ist, auch mal ein vernünftiges Heimatfest zu sehen bekäme, wurde er kurzerhand zum darauf folgenden Schützenfest nach Jüchen eingeladen. Dieser Einladung folgt er nun, seit seinem ersten Besuch in 2001, regelmäßig und gehört eigentlich schon fast mit zu den Vereinsmitgliedern. Eine besondere Tradition, die der Zug schon seit mehreren Jahren pflegt, ist sicherlich das große Weihnachts-/Neujahrshexen im Stammlokal ”Zum Pömpchen” in der Jüchener Altstadt, wo an manchen Abenden wahre Hexorgien stattfinden. Das alljährliche Schützenfest ist natürlich, trotz all dieser Anlässe, der absolute Höhepunkt des Jahres und hierüber gibt es selbstverständlich auch die meisten Anekdoten zu erzählen, so wurde z.B. schon mal die Zugkönigkette zusammen mit dem Zugkönig in einem Gartenteich gereinigt. Weiterhin nehmen einige Zugmitglieder zu diesem Termin, trotz einiger Verletzungspannen, immer noch am freitäglichen ”Bobbycar-Rennen” der Schützengarde Friedrich der Große am Kirchberg teil. Zu einer schönen Tradition hat sich auch das gemeinsame Biwak mit der Schützengarde und dem Jägerzug Edelweiß am Schützenfestsamstag entwickelt: Jung und Alt feiern mittags gemeinsam, zünftig musikalisch unterstützt von der Jägerkapelle Hochneukirch.
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